Annie's

Annie's top 25 playlist of all times, September 2008 Edition

Radiohead: Creep
Oasis: Wonderwall
Doors: Riders On The Storm
Smashing Pumpkins: 1979
Pixies: Where Is My Mind
Bowie: Heroes
Anger77: Vielleicht
Fury in the Slaughterhouse: Every Generation...
Muse: Butterflies & Hurricanes
Muse: Exo Politics
The Velvet Underground: Sunday Morning
Pink Floyd: Dark Side Of The Moon
Kraftwerk: Das Model
Placebo: Pure Morning
Wallflowers: Everybody Out Of The Water
U2: One
REM: Losing My Religion
Simon & Garfunkel: The Sound Of Silence
Slut: All We Need Is Silence
Nirvana: Lithium
Jeff Buckley: Hallelujah
Mr. Mister: Broken Wings
Plan B: Life's A Beat
Selig: Wenn Ich Wollte
Wolfsheim: Sparrows & Nightingales 
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We're all living in America...

I bought American mustard for a barbecue. No, I don't have any other explanation than "Twin Pack, ridiculously cheap".

Now, it says on the bottle that it's America's "favourite since it's introduction at the St. Louis World's Fair in 1904"... Yeah, right, you guys over there would eat your own granny if it would create some sense of history, wouldn't you?

But that's not the funniest part... "Allergy advice: contains mustard" Blimey!
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There are ants in my living room and there always will be...

(Yeah, I know...)

In case you didn't realise: The world ain't fair.

If you never get any credit for your accomplishments, what's the point of being smart? If you get your exam result and happily tell your friends about it, and all you hear is "Of course, what did you expect? How could YOU ever have failed?"...
Tell ya, that sucks...

Next year I might deliberately fuck up just to get any kind of proper response...

Don't worry, I love you anyway. But please, can you perceive my uncertainty in the same way you recognise the functionality of my brain?
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Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

Um die letzten Wochen in Deutschland noch depressionsfrei hinter uns zu bekommen, ist im Hause Schüler der wilde Partynismus ausgebrochen.

Ich glaube, soviel sind wir in den letzten 3 Jahren nicht um die Häuser gezogen.

Nachdem ich vernommen hatte, dass Graham Hopkins fuer die Schneepatrolie trommelt (Sorry, Jonny!) , konnte mich nichts mehr halten und so waren wir auf dem Konzert in Offenbach. Meinem Herren, ich dachte, so hässliche Städte gibt es nur in Dunkeldeutschland...
Ich denke immer noch nicht, dass Snow Patrol die beste Band der Welt sind, allerdings kickten sie wie Sau und das macht sie zur besten Live-Band, die ich bisher gesehen habe. Zugegeben, trotz der Unmenge von Konzerten auf denen ich Zeit totgeschlagen habe, waren nur wenige wirklich ernstzunehmende Musiker in der Auswahl...

Auch wenn ich es mit dem Mainstream normalerweise nicht so habe (Siggi, falls Du das je liest: Du hattest Recht! Und danke für den Song; zu viel der Ehre!), werden wir am Freitag also dahin gehen, wo wahrscheinlich die halbe Republik hingeht - nach Berlin. Allen, die aufs dortige Patrol-Konzert gehen, sei grosses Amüsement vorhergesagt, der Bundesvisionsongkontest wird per definitionem rocken und unsereins wird Clap Your Hands Say Yeah und die nicht minder fabulösen Cold War Kids bejubeln!
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Losing My Religion!

Nachdem das Chaos der College-Bewerbung hinter mir liegt, ist nun die perfekte Zeit offiziell mit zwei erwartungsgemäß bedeutenden Grössen in meinem Leben zu brechen: mit Gott und mit meiner Mutter.

Klingt dramatisch, fühlt sich aber im wahrsten Sinne des Wortes verdammt gut an.

Nachdem ich schon immer daran krankte, dass Intellekt und Christentum schwer zusammen gehen, wurde mir nach eingehender Betrachtung der Welt immer klarer, dass ein Gott, der das zulässt keiner ist, dem ich in den Arsch kriechen will...

Hoffen wir also für Gott, dass er nicht existiert, andernfalls zeigt er echt miesen Stil.
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extremely loud & incredibly close

extremely loud & incredibly close

Jonathan Safran Foer made me cry. Als Dresden in Flammen aufging, ging ich in Tränen unter.

Ich habe unzählige Bücher gelesen. Keines hat mich zum Weinen gebracht. Ich war deprimiert und wütend nach "Der Idiot", ich war tieftraurig nach "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins". Nicht wegen des Buches selbst, sondern weil es zu Ende war und ich ergo nicht weiterlesen konnte. Es lebte sich so gemütlich in diesem Buch. Hans Schnier lies mich mit gebrochenem Herzen zurück, aber tränenlos.

Emotiveness is not my piece of cake...

Ich bin wie mein Vater. Ich bin wie Oskar, als er beschloss, seine Gefühle tief in sich zu vergraben.

Jon-fen lies das nicht zu.

Ich war unfähig weiter zu lesen und weinte mich in einen Traum, der das Gelesene wiederholte. Wieder und wieder ging Dresden im Flammenmeer unter, wieder und wieder drehten sich Familiengeschichten im Kreis: die der Schells, meine eigene, mein Vater, den ich liebe; meine Mutter, die ich hasse; mein Bruder, für den ich sterben würde... Lucas und ich auf dem Karussell!

Once upon a time, the WTC was in Dresden,
which was the Sixth Borough.

Krieg und Frieden, Liebe und Hass, alles wirbelt durcheinander.

Wage your war!

Mitten in der Nacht erwachte ich leer, erschöpft und durstig.

Während ich dies schreibe (irgendwo zwischen gestern und heute oder doch zwischen heute und morgen?), frage ich mich, ob ich die Kraft finden werde, weiter zu lesen. Während ich lese, was ich schreibe, weiß ich, dass ich nie die Kraft fände, nicht weiter zu lesen.
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Far away, so close!

Was ich aus Cork mitgebracht habe, ist einzig das leere Gefühl, nicht mehr dort zu sein. Ich muss mein Hirn überlisten, denn es weigert sich, Deutsch zu sprechen, zu schreiben, zu denken, zu träumen...

Könnte ich noch an Gott glauben, ich betete den Tag herbei, an dem "wir in Cork" nicht nur temporär ist.
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The hearing and the sense of balance

Gary Lightbody hat mir ein Geschenk gemacht. Er gab mir den Rock zurück und somit mich selbst. Was war passiert?

Vor mehr als 10 Jahren sagte mir jemand, den ich einmal liebte, er könne die gesamte moderne Musik nicht mehr ertragen. Nur noch Bach, Tschaikowsky und Co. bekamen freien Zutritt zu seinen Ohren. Damals war ich fassungslos vor Unverständnis.

Doch später, im gleichen Alter wie ihm, passierte es mir auch. Passiert es jedem? Passierte es mir, weil ich ihn mal geliebt hatte? Hatte ich ihn mal geleibt, weil er ist wie ich?

Nur klassische Musik? Natürlich nicht. Man kommt nicht umhin Musik zu hören, wenn man wie ich Stille nicht ertragen kann und wie meist nichts gehaltvolles im Fernsehen läuft. Doch war es mir wenig mehr als weisses Rauschen...

Snow Patrol ist sicher nicht die beste Band der Welt. "Eyes Open" musste ich mir hart erarbeiten, Stück für Stück hinein hören, Nächte lang.
Aber Lightbody's Stimme legte den Schalter wieder um und gab den Startschuss für eine Reise zu mir selbst.
Ich werde sie zurückerobern, die Bands die ich liebte! ich werde sie finden, die Bands die ich lieben werde.

Ich hoffe, der den ich liebte, fand seinen Gary Lightbody.
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Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens

Sarah Kuttner war bei Harald Schmidt. Nachträglich betrachtet glaube ich, es lag doch an Schmidt, doch ich muss gestehen, ich fand sie ausgesprochen erfrischend. So geschah das unvermeidliche: Ich bestellte ihr Buch.
Ich glaube, ich habe selten einen Buchkauf so bereut. Da ist der Titel wohl Programm. Es ist eher noch das klopapiereinzellagendünne Eis des viertel Einviertelwissens.
Sarah Kuttner schreibt über Dinge, von denen sie offensichtlich keine Ahnung hat mit einer Arroganz, die man ebenso wie die gleichfalls enthaltene Eindimensionalität und erschreckende Naivität jemandem, der ein paar Wochen länger auf diesem Planeten herumirrt als ich, noch nicht, bzw. nicht mehr zugetraut hätte.

I'm lost in punctuation. Eats, shoots and leaves... Poor panda, help me out...
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