Feb 2007

neue Bandnamen braucht der Planet

wir sitzen hier grad auf dem Sofa neben gepackten Kisten und gucken die neue Visions-DVD... Dabei fällt es uns wie Schnucken aus der Heide. Der Band-Must-Have-Namens-Bestandteil der Stunde ist: "Against". Das darf man eigentlich nur ungestraft machen, wem man zufällig von "Rage" zur Linken und "the Machine" zur Rechten umgeben ist wie Oli Kahn von den Torpfosten.

Unser Beitrag für alle Neugründungen dieser Woche lautet daher (damit selbstbetitelt man sich sicher in die Herzen des zeitpulsfühlenden Musikredakteurs):

Thy Against 27,2 Portugal Kangaroo.

Erläuterung für nicht-Musikredakteure:

1. Thy, nach augenblicklicher Lage kann man sich nicht zwischen The und My entscheiden, daher...
2. Against, siehe oben
3. Zahlen müssen nach 2004 wieder her
4. Portugal muss einfach rein, 246 Bands können nicht irren
5. Tiernamen, ohne geht gar nicht. (Gruß an Mario)

Also, ihr Jungmukker, los geht's, wir haben unser Möglichstes für euch getan!
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Stresstresstress...

Wuhaaaa, so langsam wird es eng! Die Tage sind gezählt, die Umzugsangebote liegen vor (Danke Herr Gottschalg!), hoffentlich ist das alles bald vorbei und wir sitzen im Auto Richtung Glückseeligkeit. Augenblickliche Planung: Auto bis Calais, Fähre bis Dover, durch Südengland, dann wieder Fähre Pembroke-Rosslare und dann endlich: Irland.

Die letzen Vorbereitungen für unsere Miezen sind auch fertig, die Umzugskartons stapeln sich hier.

Habe eben per Internet binnen 2 Minuten einen Telefonanschluss nebst DSL bestellt, mal sehen ob die Bereitstellung auch so vorbildlich klappt. Man stelle sich das bei den Telekomikern vor...

It's all happening!
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My home is my castle!

Yeah! Wir haben ein Haus in Irland! 25 Minuten westlich von Cork, sehr schöne Gegend, wahnsinnig netter Vermieter, Geschichte wird gemacht, es geht voran... Wir hören schon einen unserer 2 offenen Kamine knistern!
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the Berlin Concert - ganz meine Meinung

So, da waren wir also nach 3,5 Stunden Fahrerei in Berlin, genauer gesagt am und im Postbahnhof, noch genauer in dessen Fritz!-Club.

Sehr nette Location, dachte ich erst, dache ich nicht mehr, als ich später raus wollte, aber egal.

Was soll ich sagen, es scheint gerade hip zu sein in der Bundeshauptstadt, mindestens ein Bein nachzuziehen, ihr wisst ja, dass ich zu blumigen Übertreibungen neige, aber es war wirklich so, von den ersten 50 Leuten im Club haben mindetsens 10 gehinkt Wie nennt man das den nun szenedeutsch? Das monty-pyton'sche Ministry of silly walking hätte jedenfalls seine Freude gehabt.

Nun aber zum Gebotenen:

für 17 Euro pro Nase bzw. hinkendem Bein-Besitzer gabe es zunächte Elvis Perkins samt Combo, wirkten wie die musizierenden wild zusammengenähten Überreste nach einem bösen Verkehrsunfall von Beck und John Lennon. Die jungen Leute nennen das wohl Neo-Folk, war aber dennoch interessant.

Dann kam das Highlight, die Cold War Kids, was soll ich sagen, sie haben zu Recht den Ruf, derzeit die amerikanische Rockhoffnung zu verkörpern, und da waren sie also, als Vorband ohne richtigen Soundcheck, aber dennoch bestechend auf den Punkt. Was könnte es zum Bandnamen passenderes geben, als die Deutschland-Premiere in Berlin zu zelebrieren.

Der Sänger Nathan Willet wirkt zwar wie ein frustrierter BWLer, der eben einen Surfverleih eröffnet hat, besticht aber derart, das sich einem die Nackenhaare aufstellen. Der Gitarrist Jonnie Russel ist noch unscheinbarer, aber sobald er seiner Arbeit nachgeht, passt einfach alles. Der Mann am Bass, Matt Maust, ist ein Verrückter. Er legte während des Konzerts sicher 3 km zu Fuss zurück. Und der Vollständigkeit halber: Matt Aviero, Drums. Brilliant alle Vier. Ein echtes Erlebnis. Ein wunderbares Album.

Und dann waren da noch Clap Your Hands Say Yeah. Eine Band, auf ihren 2 Alben schon an der Erträglichkeitsgrenze, nerven Live völlig, der Sänger schafft es, von der Album-Atmosphäre seiner lethargisch auf der Lauer liegenden Nörgelstimme nur noch das Generve zu transportieren, die Jungs spielen willenlos mit, er spricht ständig von seinem neuen Album, kurz gesagt unnötige Ego-Show eines Soziopathen, so sehen Massenmörder aus...

Trotzdem ein geiler Abend den Kindern des kalten Krieges sei es gedankt.

ps: Ach ja, warum ist eigentlich im paragraphenverseuchten Deutschland eine Konzert-Location erlaubt, in die man zwar hinein- aber nur unter Einsatz seines Lebens, unter ständiger Gefahr, zerquetscht zu werden, wieder heraus kommt?

pps: Berliner sind unfreundliche Egoisten und Drängler. Berlinerinnen auch. Buh!
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Re-Design re-jected, re-ally! / risky ralley routes.

So, nun schneit es. Dolle. Und ich muss am Montag von Berlin nach Cork fliegen. Da freu ich mich doch echt auf die Fahrt nach Tegel. Und Petrus ist ein Arsch. Richtig freue ich mich aber auf Cork, cause I'm homesick.

Aber darum geht es doch gar nicht! Ich habe eigentlich vor gehabt, das Design unserer Seite an die Witterung anzupassen, aber ich darf meine Meinung ändern. Mach ich hiermit. Autumn is here to stay. Damit ihr aber nicht denkt, ich hätte nur die Login-Daten verschlampert, hab ich mal die Navigation nach links gestellt, ist besser so.
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Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

Um die letzten Wochen in Deutschland noch depressionsfrei hinter uns zu bekommen, ist im Hause Schüler der wilde Partynismus ausgebrochen.

Ich glaube, soviel sind wir in den letzten 3 Jahren nicht um die Häuser gezogen.

Nachdem ich vernommen hatte, dass Graham Hopkins fuer die Schneepatrolie trommelt (Sorry, Jonny!) , konnte mich nichts mehr halten und so waren wir auf dem Konzert in Offenbach. Meinem Herren, ich dachte, so hässliche Städte gibt es nur in Dunkeldeutschland...
Ich denke immer noch nicht, dass Snow Patrol die beste Band der Welt sind, allerdings kickten sie wie Sau und das macht sie zur besten Live-Band, die ich bisher gesehen habe. Zugegeben, trotz der Unmenge von Konzerten auf denen ich Zeit totgeschlagen habe, waren nur wenige wirklich ernstzunehmende Musiker in der Auswahl...

Auch wenn ich es mit dem Mainstream normalerweise nicht so habe (Siggi, falls Du das je liest: Du hattest Recht! Und danke für den Song; zu viel der Ehre!), werden wir am Freitag also dahin gehen, wo wahrscheinlich die halbe Republik hingeht - nach Berlin. Allen, die aufs dortige Patrol-Konzert gehen, sei grosses Amüsement vorhergesagt, der Bundesvisionsongkontest wird per definitionem rocken und unsereins wird Clap Your Hands Say Yeah und die nicht minder fabulösen Cold War Kids bejubeln!
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